Hochzeitslocation – Was es zu beachten gilt, Teil 1

Hochzeitslocation

Manche Brautpaare sind gerade noch in den Endzügen der Hochzeitsplanung und kurz vor ihrem großen Tag, manche stehen in den Startlöchern und können es nicht erwarten die richtige Hochzeitslocation zu finden.

So ging es auch vor Kurzem meiner Schwester und ihrem Verlobten, die 2020 heiraten werden. Als Schwester und Hochzeitsplanerin stehe ich ihnen natürlich gerne mit Tipps und Tricks zur Seite und unterstütze die zwei, wo ich kann.

Ich habe in der Vergangenheit schon mehrmals zum Thema „Hochzeitslocation“ gepostet, weil es meiner Meinung nach ein sehr komplexes Thema ist, das alle Brautpaare gleich zu Beginn der Hochzeitsplanung angehen. Ich empfinde es für wichtig, Besichtigungstermine gut vorbereitet anzugehen. Nur so kann man auch alle offenen Punkte abklären und Überraschungen vermeiden.

Solltet ihr ganz am Anfang der Locationsuche sein, lest euch „Auf der Suche nach der perfekten Hochzeitslocation“ durch. Wenn ihr euch schon etwas damit beschäftigt hat, seht euch „3 Tipps für die Locationbesichtigung“ an.

Wenn ihr nun soweit seid, um euren Trauungsort bzw. die Hochzeitslocations zu besichtigen und ihr eine finale Auswahl treffen möchtet, dann helfen euch diese Tipps weiter:

Was ihr am besten gleich beim ersten Termin in der Hochzeitslocation abklären solltet:

  • Welche Daten sind verfügbar?
  • Gibt es pro Tag nur eine Hochzeit?
    Manche Locations haben unterschiedliche Räumlichkeiten, sodass manchmal zwei Hochzeiten an einem Tag stattfinden – manche Leute stört das nicht, aber manche Bräute finden es irritierend, wenn sie an ihrem Hochzeitstag eine andere Braut sehen.
  • Hat die Location eine eigene Küche?
    Sprich: Kochen sie für euch? Wenn ja, fragt nach Menüvorschlägen und Preisen. Wie flexibel ist die Hochzeitslocation, wenn ihr eigene Ideen für das Menü habt?
  • Buffet? Serviertes Essen? Family-Style?
    Wie habt ihr euch das Abendessen vorgestellt? Je nachdem wird sich der Preis des Menüs gestalten. Serviertes Essen benötigt mehr Personal als ein Buffet oder Family-Style.
    Der Trend 2019 geht zu Family Style. Was das ist?

Family Style: Speisen werden auf großen Platten in die Mitte des Tisches gestellt und jeder Gast bedient sich selbst. 

  • Gibt es ein Probeessen?
    Meistens passiert das bei Caterings, weniger oft bei den Hochzeitslocations selbst. Sollten sie ein Restaurant haben, könnt ihr ja so dort mal essen gehen, wenn kein Probeessen angeboten wird.
  • Eigene Getränke möglich?
    Wollt ihr eigenen Wein mitbringen? Wenn das erlaubt ist, wird Korkengeld verlangt? Wenn ja, wie hoch? Dann müsst ihr überlegen, ob es sich auszahlt, eigenen Wein mitzunehmen. Korkengeld = Betrag, den die Location verlangt, um mitgebrachte Flasche zu öffnen. (Anmerkung: In Deutschland und der Schweiz auch Korken- bzw. Zapfengeld genannt.)

    Beispiel: Angenommen die Flasche kostet € 15. Wenn ihr bei einem Weinbauern günstig einkauft, dann kostet eine Flasche vielleicht € 6, also weniger als die Hälfte. Dann würde es sich natürlich rentieren, alle Flaschen mitzubringen anstatt von der Location zu beziehen. Die Location erlaubt eigenen Wein, verlangt aber pro mitgebrachter Flasche ein Korkengeld von € 5. Daher kommt ihr auf einen Flaschenpreis von € 11. Das ist noch immer günstiger als der Preis der Flasche von der Location, in diesem Beispiel € 15. In diesem Fall zahlt es sich aus, eigenen Wein mitzunehmen. Verlangt die Location zB € 10 Korkengeld pro Flasche, dann steigt der Flaschenpreis der mitgebrachten Flaschen auf € 16. Das ist mehr als der Preis, den die Location anbietet. In diesem Fall würde ich dazu raten den Wein der Location zu nehmen. Außer: Ihr habt einen absoluten Lieblingswein, den die Location nicht anbietet – dann werdet ihr wahrscheinlich darauf bestehen euren Wein mitzubringen.

  • Wie werden die Getränke abgerechnet?
    Konsumation = jedes Getränke wird aufgeschrieben und verrechnet vs. Pauschalpreis = die Location nennt euch einen Preis, in dem alle Getränke für eine gewissen Anzahl an Stunden inkludiert sind.Das umfasst meistens Wasser, anti-alkoholische Getränke, Bier, Wein und Kaffee/Tee. Die Höhe der Pauschalen ist sehr unterschiedlich, je nachdem welche Getränkemarken angeboten werden. Wenn ihr wisst, dass eure Gäste viel trinken, wird sich eine Pauschale wahrscheinlich eher auszahlen. Aber das ist immer sehr schwer im Voraus zu sagen und erfordert etwas Rechenarbeit von eurer Seite.

Konsumation vs. Pauschalpreis bei Getränken – ein wichtiger Unterschied

  • Wo findet die Trauung statt?
    Ist sie draußen möglich? Wenn ja, super. Gibt es einen Plan B-Bereich, falls das Wetter nicht mitspielt und die Trauung im Innenbereich stattfinden muss? Gefällt euch der Plan B-Bereich? Das Wetter ist leider immer eine ungewisse Variable.

Solltet ihr Fragen dazu haben, schreibt sie einfach in die Kommentare und ich werde sie beantworten.

Nächste Woche erscheint Teil 2 mit weiteren Tipps, wie ihr euch am besten auf den Besichtigungstermin mit der Hochzeitslocation vorbereitet.

 

Beitragsbild: Georg Aufreiter Fotografie

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