Sprechen wir über das Hochzeitsbudget

Kosten einer Hochzeit

Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass bei manchen Brautpaaren eine Art von Unbehagen einsetzt, weil nur mehr wenige Monate bis zur Hochzeit bleiben. Ideen, die man hat, sollten nun umgesetzt, Professionisten ausgesucht und gebucht werden. Genau in dieser Phase, in der viele Ausgaben anfallen, ist es von Bedeutung nichts zu überstürzen. Ich möchte heute einige Gedanken zum Hochzeitsbudget und der Finanzierung eurer Hochzeit mit euch teilen.

Vor Kurzem habe ich die Ergebnisse von „Die große Hochzeitsstudie – So heiratet Deutschland“ der kartenmacherei gelesen (mehr dazu siehe unten). Zwar basieren die Ergebnisse dieser Studie auf dem Hochzeitsmarkt in Deutschland, meiner Meinung nach sind sie aber für Österreich ebenso anwendbar. Wenn ich sie mit meinen Hochzeiten in Österreich vergleiche, sehe ich bei einigen Themen große Übereinstimmungen. In der Studie ging es zum einen um das durchschnittliche Budget einer Hochzeit, zum anderen wie sich Paare ihre Hochzeit finanzieren.

Durchschnittliches Hochzeitsbudget zwischen 5.000 und 10.000 Euro?

Die Kartenmacherei schreibt in ihrer Hochzeitsstudie, dass die meisten Brautpaare – und zwar 28% – zwischen
€ 5.000 und € 10.000 für ihre Hochzeit ausgeben. Addiert man die 22%, die zwischen € 1.001 und € 5.000 investieren, und das Viertel der Paare, die sogar € 10.000 bis € 15.000 für ihre Hochzeit bezahlen, kommt heraus, dass rund 75% der befragten Brautpaare für die Hochzeit zwischen € 1.001 und € 15.000 ausgeben. Eine gute Übersicht findet ihr in dieser Grafik:

Würden Sie uns die Höhe Ihres Hochzeitsbudgets verraten?

Wie interpretiere ich diese Ergebnisse nun? Es ist natürlich immer so einen Sache mit dem Budget. Klar kann man eine Hochzeit um weniger als € 5.000 ausrichten, aber man muss immer bedenken, welche Anforderungen man hat. Bei kleinen Hochzeiten bis zu 30 Personen ist das auf jeden Fall möglich. Je mehr Gäste es werden, je außergewöhnlicher die Location sein soll, je mehr Entertainment gewünscht wird, desto höher wird natürlich der Preis.

Ich habe erst gestern mit meiner Bekannten darüber gesprochen, die im Sommer ihre standesamtliche Trauung mit den 20 engsten Freunden und Familienmitgliedern gefeiert hat. Es gab eine Trauung und danach ein Essen in einem romantischen Restaurant an einem See. Dafür wurden rund € 2.000 ausgegeben. Die Outfits und Styling sind hier nicht miteinberechnet. Eine Party gab es nicht.

Tatsächliches Hochzeitsbudget bei über 25.000 Euro

Meine Annahme ist, dass sich die Ergebnisse der Studie auf Hochzeiten beziehen, die von Brautpaaren selbst organisiert wurden. Ich kann mir auch vorstellen, dass das Alter der befragten Brautpaare unter 30 Jahren liegt. In dieser Altersgruppe ist das Hochzeitsbudget erwiesenermaßen niedriger als bei den über 30-jährigen Brautpaaren. Laut meiner Erfahrung, würde ich das durchschnittliche Hochzeitsbudget auf jeden Fall höher – mindestens auf € 25.000 – ansetzen. Dabei kommt es natürlich immer auf den Umfang der Hochzeitsfeier an. Viele Paare teilen ihre Vorstellungen gleich am Anfang der Hochzeitsplanung mit mir und sind sich nicht im Klaren, welche Ausgaben auf sie zukommen. Das kann ich als Professionist mittlerweile sehr gut einschätzen und Tipps geben. Als Hochzeitsplanerin werde ich größtenteils bei Hochzeiten mit höheren Budgets engagiert, bei denen die Planung schon mal sehr umfangreich werden kann.

In meinem Blogbeitrag „Was darf eine Hochzeit kosten“ findet ihr eine Anleitung, wie ihr euer Hochzeitsbudget kalkuliert.

Mehrheit der Brautpaare finanziert sich die Hochzeit selbst

Wenn man über die Ausgaben der Hochzeit spricht, dann stellt sich einem natürlich die Frage, wer für das alles aufkommen soll. War es vor Jahren oder sogar Jahrzehnten noch Usus, dass der Vater der Braut die Hochzeit bezahlt hat, ist es mittlerweile selbstverständlich, dass das Brautpaar sich seinen Traum selbst finanziert. 91% der befragten Brautpaare gaben in der Hochzeitsstudie an, dass sie ihre Hochzeit zumindest zum Teil selbst finanziert haben. Etwa ein Viertel erhielt eine zusätzliche finanzielle Unterstützung von den Eltern und Schwiegereltern. Bei lediglich 1% der Brautpaare übernehmen die Eltern die Kosten der Hochzeit komplett.

Viele Brautpaare rechnen bei ihrer Hochzeit auf die Großzügigkeit ihrer Gäste, wenn sie die Kosten vorstrecken. Ein großer Teil der Finanzierung wird nämlich durch Geldgeschenke wieder eingenommen.

Wer hat bei Ihnen die Kosten der Hochzeit getragen?

Über die Studie

Die kartenmacherei veröffentlichte 2018 zum zweiten Mal „Die große Hochzeitsstudie – So heiratet Deutschland“. Über 1.000 Brautpaare, die in den letzten 12 Monaten vor der Befragung geheiratet haben, wurden zu unterschiedlichen Themen befragt. Ermittelt wurde u.a. wie eine durchschnittliche Hochzeit aussieht und was Paare bereit sind für diese auszugeben. Die Ergebnisse der Studie findet ihr hier.

 

Beitragsbild: rawpixel on Unsplash

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*