Seiner oder meiner? Die allen bekannte Diskussion über den Nachnamen

Say my name - Eheschließung und Nachname

Zu lang, zu gewöhnlich, zu unpassend – das sind Argumente, die wir alle schon mal gehört haben, wenn es um den Familiennamen des/der Liebsten geht.

Wir leben im Jahr 2020, somit steht es allen Männern und Frauen frei zu wählen, wie sie nach einer Heirat heißen möchten. Meistens ist dies aber ein Frauen-Thema, weil oft angenommen wird, dass Frauen den Nachnamen des Mannes übernehmen. So lange ist es noch nicht her, dass diese Möglichhkeit auzuwählen Gesetz wurde. Das war erst 1996. Natürlich gibt es in Österreich als auch in anderen Ländern gewisse Regeln, die man einhalten sollte, aber prinzipiell muss die Frau den Nachnamen des Mannes – wie es noch vor einigen Jahrzehnten war – nicht annehmen.

Ich habe mich etwas umgehört und einige Argumente gesammelt, warum Frauen ihren Nachnamen nach der Eheschließung behalten haben:

1. Mein Nachname endet mit meiner Person.

Ich habe keine Geschwister oder weitere Familienmitglieder, die meinen Nachnamen weitertragen. Somit würde der Nachname aussterben, wenn man ihn nicht behält und das fände ich sehr schade.

2. Das bin ich!

Ich mag meinen Namen, den habe ich seit meiner Geburt – das bin ich. All meine Freunde, meine Kollegen und alle Menschen, die ich jemals kennengelernt habe, kennen mich unter diesem Namen und so möchte ich das beibehalten.

3. Mein Mann hat mich nicht darum gebeten.

Meinem Mann war es, ehrlich gesagt, egal, wie ich heiße. Somit wollte ich mir die ganze Arbeit mit der Neuausstellung der Dokumente nicht antun und habe meinen Namen behalten. Wir sind trotzdem einen Familie und ich sehe keinen Nachteil für unsere Kinder, die auch meinen Namen führen.

4. Mein Mann hat meinen Namen angenommen.

Es gab eigentlich keine lange Diskussion, sondern ein kurzes Gespräch darüber, dass er gerne meinen Namen annehmen würde, weil dieser ihm besser gefallen hat. Das fand ich im ersten Moment ungewöhnlich, aber es hat mich gefreut.

5. Wir wollten einen Familiennamen, aber beide ihre nicht aufgeben.

Meinem Partner ist es wichtig, dass wir gleich heißen. Mir ist es nur wichtig, meinen Nachnamen zu behalten, weil ich mich damit identifiziere. Somit haben wir uns entschieden, einen Doppelnamen zu haben. Glücklicherweise sind unsere beiden Namen kurz und klingen sogar gut zusammen 😉

6. Karriere darauf aufgebaut.

Ich habe im Laufe meiner Karriere einiges publiziert und das unter meinem Namen. Würde ich diesen ändern, dann hätte ich das Gefühl, dass ich nochmals von Neuem anfange und das möchte ich nicht. Außerdem ist es heutzutage ja fast aus der Mode, dass man den Namen des Mannes annimmt.

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